Europa plant System zur Erfassung sensibler Finanzdaten

S.W:I.F.T. steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication.194956

Dieses elektronische System speichert und erfasst elf Millionen Finanztransfers zwischen internationalen Geldinstituten. Diese Geldtransfers in ca. 200 Ländern umfassen ein Volumen von 6 Billionen Dollar ( ca. 4,8 Billionen Euro) täglich. Im September diesen Jahres soll ein neuer Server ans Netz gehen. Ursprünglich sollte dieser Server dazu dienen, den USA den uneingeschränkten Zugriff auf innereuropäische Finanzdaten zu verweigern. Bisher war es den USA möglich jeden internationalen Finaztransfer im Rahmen des Anti-Terror-Gesetzes einzusehen. Durch die Speicherung der Daten auf diesem neuen Server wäre dies nicht mehr Möglich. Jedoch ist es nun der EU möglich im gesamten europäischen Zahlungsraum (SEPA) die Daten einzusehen. Zu Ermitlungszwecken werden nun heikle und sensible Daten ausgewertet und auf Anfrage doch an die USA weitergegeben. Allerdings sollte hier die Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit berücksichtigt werden. Weiterhin soll nach dem Beispiel des Antiterrorprogramms der USA auch ein europäisches Gegenstück entwickelt werden.

In den USA werden bereits jetzt unmengen an Daten über jede Person die in die USA einreist gespeichert. Zum Beispiel werden neben persönlichen Daten wie Namen und Geburtsort auch Essgewohnheiten und Kreditkartennummer gespeichert. Auch hier möchte die EU nach dem Vorbild der USA ein System einführen. In Deutschland wären dadurch bereits 50 Millionen Reisende betroffen.

Bild Quelle: media.de

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